Ein Leben für die Menschlichkeit


Rechtzeitig vor der Seligsprechung hat Christoph Kloft seinen Brief-Roman „Jetzt erst recht!“ veröffentlicht. Darin wird das Leben und Wirken des Pallottinerpaters von einem bis heute unbekannten „Fräulein aus Ahrweiler“ beleuchtet. Der Brief-Roman kostet 12 Euro und ist im Rhein-Mosel-Verlag erschienen.
Fiktion und Realität
„Auch wenn er wusste, dass da Leute unter den Kirchenbesuchern waren, die ihm alles andere als gut wollten, gab es für ihn nur eines – die Wahrheit“, schreibt die Unbekannte aus Ahrweiler am 19. Juni 1943 ihrer Freundin Anna in Montabaur, als sie von der Verhaftung des Pallottinerpaters durch die Gestapo erfährt. Sie schreibt von ihren Sorgen, berichtet über den Stand der Dinge sowie von fiktiven Gesprächen mit dem Pallottinerpater. Zudem reflektiert sie Briefe des Inhaftierten, die er tatsächlich an seine Vertrauten und Verwandten geschrieben hat.
Der Autor verpackt historische Fakten in fiktiven Briefen, allerdings ist die Urheberin tatsächlich im Leben des Pater Henkes vorgekommen. Ende der 1920er Jahre hatte Henkes eine Korrespondenz mit einem bis heute unbekannten „Fräulein aus Ahrweiler“. Sein Orden erlaubte diesen Kontakt nicht, sodass Henkes eine kanonische Ermahnung ausgesprochen wurde.
Über den Autor
Christoph Kloft wurde 1962 in Limburg geboren und studierte Germanistik, Allgemeine Sprachwissenschaft, Komparatistik und Katholische Theologie in Mainz, Gießen und Koblenz. Nach einem Volontariat war er Redakteur bei einer Tageszeitung. Seit 1998 arbeitet er freiberuflich als Schriftsteller und Journalist.